Ulrich Dolde: Aufzeichnung vom Expertenwebinar „Kleben und Dichten am und im Wohnmobil“ mit DEKALIN

13.09.2023 Richtig Kleben am und im Wohnmobil ist essentiell wichtig. Michael Windecker, Chef von Klebstoffspezialist DEKALIN erläutert im ersten Teil des Webinars, worauf es beim Kleben mit MS-Polymerklebstoffen ankommt. RICHTIGES(!) Reinigen gehört auch dazu. Aber auch Tricks, wie man die Klebefähigkeit der zu verklebenden Materialien testet. Und schließlich tausend Tipps und Tricks, wie man den Untergrund vorbereitet, welche Materialien man wie und mit welchem Klebstoff verklebt und wann es sinnvoll ist, nicht zu kleben sondern zu dichten. Im zweiten Teil des Webinars beantwortet Michael Windecker die Fragen der Teilnehmer. Jeder, der im Womo etwas zu kleben hat, sollte sich dieses Webinar ansehen. Wer Dekalin Klebe- und Dichtprodukte kaufen möchte, findet diese zu günstigen Preisen bei Camping Wagner unter diesem Link: https://www.campingwagner.de/search_r… Das Buch „Klebt nicht – gibt’s nicht!“, das Michael Windecker im Webinar vorgestellt hat, kann ab 29.11.23 von der Website von Dekalin kostenlos downgeloaded werden wenn du dich für den DEKALIN-Newsletter registrierst: Link für das Newsletter-Abo: https://dekalin.de/newsletter-anmeldung/ Link für den Download des Buchs: https://dekalin.de/klebt-nicht-gibts-…https://dekalin.de/https://www.wohnmobil-selbstausbau.com/

Inhalt

  • 23:41 Klebstoffe, MS-6 für schwer vernetzbare Kunststoffe (Wassertropfentest) bis 600% dehnbar! MS-5 300% dehnbar
  • 36:31 Dichten 8936, 1512
  • 41:16 Schützen Dekphon 958, 9735, Prowax
  • 44:09 Kleben, reparieren, Plastigum, Dekapren 3649-2 PVC, Kunstleder Kleber, Dekapur (Syropor, Styrodur)
  • Fragen
  • 1:05:54 Echtglasfenster
    Fließen 8936 vs. 1512
  • 1:16:30 GFK Dach auf Kastenwagen
  • 1:21:41 Klebstoffdicke bei unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten
  • 1:26:05 Surf Träger kleben

springmann-web.de: er richtige Reifendruck am Wohnmobil

von Michael Springmann · Veröffentlicht 17. April 2018 · Aktualisiert 8. August 2023

Eine unendliche Diskussion in diversen Wohnmobil-Foren ist immer wieder der richtige Reifendruck. Aus aktuellem Anlass, ich hatte mein Fahrzeug gerade in der 2-Jahres-Inspektion, will ich das Thema hier auch einmal aufgreifen.

Quelle: https://www.springmann-web.de/der-richtige-reifendruck/

Als ich mein WoMo beim Händler abgeholt habe, fuhr ich direkt zur nächsten Tankstelle. Hierbei dann auch gleich den Reifendruck geprüft, die 500m vom Händler zur Tankstelle hatten sich angefühlt wie auf Eisen- oder Vollgummirädern. Und siehe, nicht nur die für „CP“ -Reifen empfohlenen(*) 5.5 bar waren drin, sicherheitshalber hatte man sogar 5.7 bar (wohlgemerkt bei praktisch kalten Reifen) und komplett leerem WoMo gefüllt.

Michelin Agilis Camping, © www.michelin.de

Anmerkung: Ich beziehe mich nachfolgend explizit auf die auf neueren WoMo’s mit FIAT Ducato 250 – Basis bei Heavy – Fahrgestellen (typ. 4t – 4.4t zGG) standardmäßige Originalbereifung 225/75R16C oder 225/75R16CP mit Lastindex (LI) von min. 116, die zwischenzeitlich auch bei vielen 3.5t zGG Fahrgestellen (Ducato Light) oft schon montiert sind.

Die Fahrer eines „kleinen“ Ducato mit 215er Bereifung auf 15″ und natürlich aller anderen Marken und Modellen können analog vorgehen, hier empfiehlt es sich aber unbedingt, die Achslasten real zu wiegen, denn die „kleinere“ Bereifung kommt ganz schnell ans Limit (meist nur Lastindex 109 montiert).

Analog kann für die Fahrzeugbasis von Mercedes oder VW/MAN vorgegangen werden, dort sind halt andere Reifengrößen  zu beachten.

Warum das Ganze?

  1. (*) Die Reifenhersteller geben für die „CP“ gekennzeichneten Reifen einen Druckempfehlung von 5.5 bar an der Hinterachse (HA) an, aber nur für die Hinterachse, man verweist für die Vorderachse (VA) auf die Last-/Drucktabelle.
  2. FIAT klebt in nahezu allen Türzargen der TI-Fahrgestelle (also mit original Fahrerkabine) ein Aufkleber, der 5.5 bar als Reifendruck an allen Rädern vorgibt (Hauptsache man ist aus der Verantwortung, eine anständige Beschreibung in der Bedienungsanleitung wäre sinnvoller – und auf dem Aufkleber einen Verweis dorthin).
  3. Die FIAT-Professionell – Werkstätten füllen nach ihrem Serviceprotokoll beim Kundendienst alle Reifen auf 5.5 bar auf, wenn Wohnmobil. Glücklicherweise (oder wurde es vergessen!?) hat man bei mir den Druck nicht verändert.
  4. Die meisten Reifenhändler (Fachleute ?!?) haben m.E. keine Ahnung und füllen irgendwas zwischen 4.5 bar und 5.5 bar.

P.S. [1] und [2] ist Tatsache, [3] habe ich aktuell erlebt und [4] hatte ich noch nicht direkt erfahren, aber bei Anfragen habe ich selten was Richtiges als Antwort bekommen (obwohl durch meine Frage eigentlich das „Nachdenken“ über die Antwort angeregt werden sollte – und ein Reifen“fach“mann wissen sollte, wo er die richtige Info herbekommt).

Was soll der „Sch…“!

Bei jedem PKW werden je nach Beladung unterschiedliche Werte angegeben, warum geht man davon aus, das Wohnmobile immer voll ausgelastet bewegt werden?

Und warum dann 5.5bar, sollte keine CP – Bereifung montiert sein, wäre dies, ein zwar nicht unzulässig hoher Druck, aber sicher nicht der Richtige.

Damit erreichen wir nur, das sich die Schrauben im Aufbau lösen (oder ggf. die Klebenähte). Ein vernünftiges, halbwegs komfortables Fahren ist mit so einer Holpermaschine nicht wirklich möglich, zumal ein zu viel an Reifendruck generell zu Lasten des Bremsweges geht – man treibt halt den Teufel mit dem Belzebub aus.

Was ist nun der richtige Luftdruck?

  • Mit Sicherheit nicht den Luftdruck nach der Angabe des zulässigen Maximaldruckes auf der Reifenflanke (dort in PSI angegeben) füllen,  denn das sind umgerechnet meist Werte um die 6 bar oder höher.
  • Schon richtiger ist, sofern das WoMo nicht technisch geändert ist, den typischen Nenndruck für „C“ -Reifen („CP“ ist da gleich zu bewerten, denn das ist nur eine „C“-Reifen mit zusätzlichen Merkmalen), nämlich 4.5 bar im kalten Zustand, zu füllen. Dies passt für viele „C“-Reifen, aber eben nicht für alle, daher sollte man auch diese Regel nicht ohne hinterfragen anwenden.
  • Nach Empfehlungen von diversen Internet – WoMo-Foren/Foristen füllen. Aber auch das ist mit Vorsicht zu genießen, einzig der User „Artus“ aus dem Ducato-Forum, ein ehemaliger Michelin-Mitarbeiter, hat hier eine verlässliche Liste erstellt, die man als Basis nehmen kann. Aber auch hier gilt, letztlich eine „Empfehlung“ eines Dritten – also ohne Gewähr (Dies gilt letztlich auch für die vielen Nachfragen zu einer Reifendruckempfehlung, die mich aufgrund dieses Artikels erreichen).
  • Die Angaben in der Bedienungsanleitung vom WoMo – Herstellers ist oft auch pauschalisiert (über ganze Modellreihen) oder folgen oft auch der 5.5bar „Geschichte“.

Schauen wir doch / oder fragen wir doch bei den Reifenherstellern nach, denn die sollten am besten Wissen, was für die von ihnen angebotenen Produkte für ein Reifendruck benötigt wird. Nur dort erhalten wir eine (hoffentlich) verlässliche Empfehlung/Aussage, alle Anderen denken nur an die Vermeidung möglicher Produkthaftungsansprüche.

Der richtige Weg

Wie gehen wir nun vor, die Angaben der Reifenhersteller beziehen sich ja auf Radlasten (oder Achslasten = zwei Räder)?

Ich jedenfalls neige dazu, Aussagen Dritter verifizieren zu wollen, leider habe ich zu oft die Erfahrung gemacht, das in der „Meinung“ Dritter eben oft mit „er meint zu wissen…“ zu übersetzen ist.

  • Als ersten wählt ihr eine der Methoden, wie ihr vorgehen wollt.
  • Für die „Bequemen„: Prüft, was ihr für Reifen auf dem Fahrzeug drauf habt, in meinem Fall aktuell „Michelin Agilis Camping“ in der Größe 225/75R16CP, Geschwindigkeitsindex Q, Lastindex (LI) 116 (passt auch alles zu den Vorgaben in den Papieren – das wäre dann auch mal geprüft).
  • Für die „Genauen“ (kann ich nur jedem vernünftigen Wohnmobilisten empfehlen): Prüft wie oben, aber fahrt zusätzlich über eine Fahrzeugwaage (Agrarhandel, Kieswerk oder Recycling-Betrieb) in reisefertig beladenem Zustand eures Fahrzeuges. Legt dort einen Zehner auf den Tresen, wenn die ein Anzeigedisplay draußen haben – was ihr direkt ablesen könnt; ansonsten müsst ihr euch halt mit dem „Mann an der Waage“ abstimmen (offizielle Wägungen kosten ein bisserl mehr – aber Wägeschein brauchen wir eigentlich nicht). Drüberfahren, zuerst VA, dann Fahrzeug komplett (tatsächliches Gewicht – tGG) und zuletzt HA (bei Doppel-/Tandemachsern beide als HA zusammen wägen) – aufschreiben und VA und HA zusammenaddieren, sollte auf 10-30 kg genau das gemessene tatsächliche Gesamtgewicht ergeben. Wer es ganz genau wissen will, wiegt noch alle Räder zusätzlich einzeln (ist aber an manche Waagen aus Platzgründen nicht möglich).
  • Schaut in eure Zulassungsbescheinigung I (Fahrzeugschein) und sucht unter 7.1 (VA) bzw. 7.2 (HA) (bei Doppelachsern könnte auch eventuell in 7.3 die dritte Achse extra eingetragen sein, bei Tandemachsen (zwei Achsen, aber mit Achsabstand < 1.00m)  sind diese üblicherweise als eine Achse eingetragen) die zulässigen Gesamtgewichte je Achse raus, sowie das zulässige zGG aus [F.1] und [F.2] raus (bei den Feldern F.x) gilt der kleinere angegebene Wert, ein 5t Fahrzeug muss nicht zwingend auch als 5t zugelassen sein (Ablastung).

So, nun haben wir alles zusammen:

  • Wer gewogen hat (die „Genauen„). Seid ihr überladen? Wenn ja, macht euch ans „Abspecken“ oder lastet eurer Mobil erstmal auf. Prüft dabei auch gleichmal, ob der LI der Reifen noch ausreicht/ausreichen würde (hier die Tabelle). Wenn dann alles im zulässigen Bereich, kümmern wir uns danach um den richtigen Reifendruck.
  • Für die „Bequemen“ (hier gehen wir natürlich davon aus, das alles passt mit den realen/tatsächlichen Achslasten 🙄 ) bestimmen wir den notwendigen Reifendruck dann für die zulässigen Achslasten (Hinweis: Die Summe der zulässigen Achslasten ist meist höher als das zGG). Damit sind wir auf der sicheren Seite, sofern die zulässigen Achslasten eingehalten werden.
  • Die „Genauen“ bestimmen dann den Reifendruck nach den tatsächlichen Achslasten bzw. nach der höheren Radlast der jeweiligen Achse x2 (wir füllen links und rechts nicht unterschiedlich).

Aber halt, es fehlt uns da noch was . . .

Wir wissen immer noch nichts zu unseren Reifen. Fragt dazu euren Reifenhändler, wenn der eine Radlast/Luftdruck – Tabelle hat für eure Reifen, dann ist es einer der „Guten“. Ansonsten bemüht das Internet (Tante Gurgel) oder fragt euren Reifenhersteller direkt (Email-Anfrage oder ganz retro per Telefon) nach einer solchen Tabelle/Liste.

Die Markenhersteller haben so was, wird sich aber auf MICHELIN, Continental, Pirelli, Dunlop, Fulda, Vredestein, Nokian und Hankook und die Töchter der ersten beiden großen Marken (Semperit, Barum usw.) wohl begrenzen (aber Nachfragen schadet NIE).

Ich beziehe mich im folgenden auf die auch im Internet verfügbaren Reifendruck – Radlast – Tabellen von MICHELIN und Continental.

Anmerkung: Hiermit sei ausdrücklich nicht gesagt, nur die beiden wären gut und alle anderen schlecht. Leider zeigt sich hier mal wieder, das viele Hersteller (auch die Europäischen) sich sehr stark mit Veröffentlichung der (eigentlich) notwendigen Produktdaten zurückhalten, ein (leider) sehr verbreitetes „Übel“ im Automotive-Bereich – andere Technikbereiche werden hier seit Jahren bereits durch Normung und EU-Richtlinien zu wesentlich mehr Offenheit verpflichtet.

Allgemeine Betrachtung zum Reifen

Doch zuerst nochmal zurück zu den oben angegebenen Reifengröße 225/75R16C 118/116 oder 225/75R16CP 116. Der LI bedeutet ein Traglast von 1.320kg (LI118) bzw. 1.250kg (LI116) je Rad, ergo dann 2.640kg bzw. 2500kg je Achse (der zweite angegebene niedrigere LI-Wert gilt bei Zwillingsbereifung – hat der Ducato nicht – also gilt der höhere LI).

Ein 3.5t „Ducato Light“ hat zulässige Achslasten von typ. 2000kg auf der HA und 1850kg auf der VA (kann je nach Modell und Alter auch etwas variieren – seht in den Papieren nach). Hierbei ist es egal, ob es ein Original 3.5to ist oder dieser auf 3.85to aufgelastet ist, die zulässigen Achslasten bleiben unverändert – so lange keine technischen Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen wurden. Sind 16″er wie oben angegeben montiert, haben wir also sowieso immer Traglastreserven am Reifen (sofern wir nicht völlig überladen fahren).

Ein 4.25t „Ducato Heavy“ kann mit 4.0t, 4.25t oder 4,4t GG zugelassen sein. Fahrzeuge mit ALKO-Fahrgestell können an der HA abweichen, die mit Doppel-/Tandemachse hinten sowieso. Fahrzeuge mit Auflastung, bei der technische Änderungen vorgenommen wurden (bis 4.8t GG möglich) lassen wir hier erstmal mal außen vor. Die üblichen Achslasten am unveränderten Heavy – Fahrgestell betragen 2.400 kg an der HA und 2.100 kg an der VA (daher bitte immer die Fahrzeugpapiere lesen).

Wir sehen also , die zulässigen Achslasten liegen immer unter den Traglasten des LI116 bzw. mit etwas mehr Reserve des LI118. Also schon mal kein Grund mehr als den Nominaldruck zu füllen (der ist häufig nicht 5.5 bar, das sei hier nochmals betont).

 

Auswertung nach Reifendruck-/Traglastabelle Michelin

Hier gehe ich mal von den für mein WoMo geltenden Werten der zulässigen Achslast HA = 2.400kg / VA = 2.100kg aus, als Beispiel von den an meinem reisefertigen WoMo gewogenen 2.100kg an der HA und 2000kg an der VA.

Ein weiterer Wert ermitteln wir dann noch für die VA mit 2.250kg zulässiger Achslast (diese gilt zwischenzeitlich für mein WoMo, ich habe an der VA andere Federn, dadurch eine höhere zulässige Achslast vorne und ein eingetragenes zGG von 4.5t).

Auszug aus der „Michelin Bedienungsanleitung“ Seite 98

Auf Seiten 98 des „Michelin Betriebsanleitung“  finden wir dann folgende Angaben für den Reifendruck bei Ausnutzung der zulässigen Achslast (Laut den Tabellen dürfen Zwischenwerte extrapoliert werden, wer es ganz genau bestimmen möchte).

Rot markiert sind die Zeilen für den „Agilis Camping“ (CP-Reifen), den „Agilis +“, also den normalen „C“-Reifen und den „Agilis X-ICE North“.

Es ergeben sich dann für die zulässige Achslasten:

    • HA = 2.400kg (2.394kg) –> 4,50 bar; beim Winterreifen (2.432kg) –> 4,75bar
    • VA = 2.100kg (2.178kg) –> 4,00 bar;
    • VA = 2.250kg (2.286kg) –> 4,25bar.

Die Werte in den Klammern sind die Achslastwert des Tabellenfeldes.

Nehmen wir die tatsächlichen Achslasten ergeben sich sogar nur (für meine gewogenen tatsächlichen Achslasten):

    • HA = 2.100kg (2.178kg) –> 4,00bar;
    • VA = 2.000kg (2.078kg) –> 3,75bar.

Also nix mit „5.5bar notwendig“, gehe ich nach den realen Achslasten aus, reichen vorne bereits 3.75 bar aus und hinten moderate 4.0 bar.

Auswertung nach Reifendruck-/Traglasttabelle Continental

Auszug Reifen-Ratgeber 2021 – Continental – Seite 90/91

Zum Vergleich schauen wir uns das mal bei Continental an. Auf Seite 90/91 des „PKW Reifen-Ratgeber 2021“ finden wir in der Tabelle folgende Werte (225/75R16CP), auch hier dürfen Zwischenwerte extrapoliert werden.

Es ergeben sich dann für die zulässige Achslasten für die 8PR-Reifen mit LI116 (VA und HA siehe rot markierte Zeilen):

    • HA = 2.400kg (2.410kg) –> 5,25bar;
    • VA = 2.100kg (2.180kg) –> 4,00bar;
    • VA = 2.250kg (2.285kg) –> 4,25bar.

Hat man die 10PR-Reifen mit LI118 (VA und HA siehe rot markierte Zeilen):

    • HA = 2.400kg (2.460kg) –> 5,50bar;
    • VA = 2.100kg (2.125kg) –> 4,00bar;
    • VA = 2.250kg (2.230kg) –> 4,25bar.

Nehmen wir die tatsächlichen Achslasten ergeben sich sogar nur (für meine tatsächlich gewogenen Achslasten):

    • HA = 2.100kg (8PR=2130/10PR=2095kg) –> 4,50bar
    • VA = 2.000kg (8PR=2.070/10PR=2015kg) –> 3,75bar.

Hier gilt, bei Continental werden für die Hinterachse (HA) andere Achslasten angegeben. Aber nur für die CP – Version, schauen wir ganz oben auf der Seite für den normalen „C“ Reifen, gelten nahezu dieselben Werte wie bei Michelin.

Eine weitere Zeile habe ich oberhalb markiert für den „C“-Ganzjahresreifen mit LI121/120 (kein „CP“), den ich ab Frühjahr 2019 mal runterrubbeln werde – ich hoffe ich bin zufrieden mit den „nicht Fisch nicht Fleisch“ Reifen. Dieser hat auch wieder (fast) die üblichen Werte, bezogen auf die zulässigen Achslasten wären da 4.25/4.75 bar (VA/HA) zu füllen.

Continental macht es uns mit der Auswahl nicht ganz so einfach, den wir müssen die Anzahl der Gewebelagen der Lauffläche (8/10PR) berücksichtigen. Das steht aber auch auf dem Reifen. Übrigens gelten die Angaben auch für die Tochtermarken „Semperit“ und „Barum“.

Erfahrungen mit den Ganzjahresreifen

Nun fahre ich doch schon einige Jahre den Continental Ganzjahresreifen (meine sind aus 2016), die werden dann in 2024 ersetzt, da sie leider nur „M+S“ – Logo haben, also dann nicht mehr als Winterreifen gelten. Alt genug sind sie dann ja auch….

Kurzum, im Schnee und auf Glätte bin ich nie gefahren, nur im Regen und auf trockener Fahrbahn. Im Regen sind sie OK, jedoch auf trockener Fahrbahn bin ich nicht wirklich zufrieden, stark untersteuerndes Verhalten in den Kurven und im Vergleich zum Sommerreifen miserable Bremswege (hatte leider das Vergnügen mehrfach das Geschirr in den Schränken „neu  sortieren“ zu dürfen.

Da ich mehrheitlich nicht in der Winterzeit unterwegs bin (und dann eigentlich nicht in den Bergen), werden die nächsten Ganzjahresreifen wohl die Michelin CC2 werden, diese zeigen zwar auf Schnee und Eis schwächen, aber haben ihre Stärken bei normaleren Witterungsbedingungen, das Alpine-Symbol brauche ich nur als „Freifahrtschein“.

Ergebnis

Die Werte weichen i.A. nur minimal voneinander ab, Ausnahme 8PR bzw. 10PR „CP“ von Conti. Auch für die „C“ Reifen mit 10 PR mit LI 121/120 bzw. 118/116 finden wir nahezu die gleichen Reifendrücke für die vergleichbaren Rad-/Achslasten. Ebenso auch für Winterreifen und Ganzjahres- (Allwetter-) Reifen.

Auch können wir erkennen, das Reifen mit dem LI 121/120 nur bei Nutzung der maximalen Radlast gemäß LI einen Reifendruck von deutlich über 4.5-4.75 bar benötigen, aber eben nur dann.

Fazit

Ich jedenfalls fahre keinen „Vollgummi“ mit 5.5 bar mehr durch die Gegend, denn ich kenne meine Achslasten und fahre den dafür notwendigen Reifendruck, aber eben auch nicht mehr (die üblichen +0.2 bar Sicherheitszuschlag vielleicht).

Seither ist die Vorderachse deutlich komfortabler, die Hinterachse ist aufgrund der Luftfederung sowieso unempfindlicher, aber auch dort ist ein positiver Effekt hinsichtlich den Fahrkomforts spürbar.

Und will ich bequem sein, nehme ich die Werte nach den zulässigen Achslasten, das ist dann immer ausreichend (mir ist eben bekannt, das ich nie überladen fahren werden – meine Achslastreserve von rund 300 kg hinten und 250 kg vorne beim üblichen Reisegewicht reichen immer, auch bei „großer“ Fahrt mit viel Zusatzgepäck).

Das ganze praktiziere ich nun seit über 45.000 km so, keinen Reifenschaden (warum auch) und ein sauberes Profilbild, keine runden Profilkanten oder ähnliches, was manche befürchten. Auch konnte ich bei Vergleichsfahrten keinen relevanten, messbaren Unterschied beim Kraftstoffverbrauch feststellen (da spielt das Gewicht und die Windangriffsfläche die gewichtigere Rolle).

Im ersten Blick sieht das u.U. schon etwas „platt“ aus, wenn wir aber mal genau auf die Aufstandsfläche schauen, dann berührt nicht mehr Gummi die Straße als gemäß Reifenhersteller als nominal angegeben (etwa 250-300 cm²). Damit erreichen wir dann auch die optimale Haftung beim Bremsen. Eine nachteilige/verstärkte Erwärmung der Reifenflanke konnte ich auch nicht feststellen.

– Warum auch, es ist genau das gefüllt, was der Reifenhersteller fordert.

Also, das Ganze ist nicht so schwer, sollte auch für einen technischen Laien verständlich sein. Und als Fahrzeughalter steht ihr sowieso selbst in der Verantwortung.

Den „Reifen-Ratgeber 2022-2023“ von Continental (Semperit & Barum) kann man übrigens hier downloaden, anklicken. Die entsprechende Broschüre von Michelin („Michelin – Bedienungsanleitung“) ist etwas schwieriger im Netz zu finden (Originalquelle Michelin), daher hier aktuell leider keinen externen Link. Eine Kopie der „Michelin – Bedienungsanleitung Ausgabe 2015“ könnt ihr direkt von mir haben. Für andere Anbieter habe ich „im Netz“ nichts gefunden, hier hilft nur die konkrete Anfrage.

Was ihr natürlich immer im Auge haben solltet, ist der Reifendruck während der Fahrt. Ein häufiger, vielleicht auch der häufigste, Grund für Reifenplatzer ist ein schleichender Druckverlust. Da hilft ein Reifendruckkontrollsystem weiter, siehe hier, setze ich selbst ein und kann ich empfehlen.

pfuisi: Ausführlich: DPF und AGR selbst reinigen. Flexschlauch tauschen. FRM flashen. Geht das?

27.07.2020 Letzte Woche wollte ich auf Urlaub fahren und kurz davor hat die Misere begonnen. Angefangen hat alles mit der DPF Warnleuchte. Jetzt funktioniert mein Auto wieder, ich konnte alle Probleme selbst zu Hause lösen.

Diesesmal hab ich dazu ein Video gemacht und erkläre alle Schritte sehr ausführlich.


Vielleicht hilft dir das um tausende Euro zu sparen. Du findest Zusatzinformationen und Richtigstellungen, Antworten zu deinen Fragen hier und im Beitrag auf pfuisi.org/video/reparieren-anstatt-wegwerfen/dpf-dieselpartikelfilter-selbst-reinigen/


Sprungmarken

00:00 0. Start

  1. Theorie 05:39
    a. Was ist der KAT? 10:04
    b. Was ist der #DPF? 13:19
    c. Abgase 18:10
  2. Fehlerursachen 19:31
    a. Kurzstrecken
    b. Die Abgastemperatur wird nicht erreicht
    c. AGR Ventil verkokt (Abgasrückführüng funktioniert nicht)
    d. Hat falsches Öl/ Öl Intervall einen Einuss?
    b. Defektes Thermostat
    d. Injektoren defekt
    e. Kontaminierter Treibstoff oder Biodiesel
    f. Glühkerzen
  3. Parameter für die Regeneration 23:12
    a. Das Fahrzeug muss bewegt werden – mind. 60km/h
    b. 10 Liter müssen noch im Tank sein
    c. Die Betriebstemperatur muss erreicht sein
    d. Abgastemperatur muss passen
    e. Kene Abgassystemrelevanten Fehler dürfen vorhanden sein
    f. Abgas Druck
  4. Freischalten Geheimmenü 25:19
    a. Einstieg ins Geheimmenü
    b. Freischalten der Unterpunkte
    c. Lock Off Punkt 19
    d. Kühlmitteltemperatur check Punkt 7
    b. 10 Liter müssen noch im Tank sein
    c. Die Betriebstemperatur muss erreicht sein
    5.a Wo sind die Bauteile im Motor 28:02
    a. DPF und KAt
    b. AGR Ventil
    c. AGR Kühler
    d. Sensoren
    5.b Ausbau vom DPF 32:26
    a. Motorabdeckung entfernen
    b. Luftltergehäuse demontieren
    c. Lampdasonde, Druck und Temperatur-Sensor abstecken
    d. V-Klemme zwischen DPF und Turbo lösen
    e. Unterbodenverkleidung abbauen
    f. Halterung vom DPF losschrauben (Trick: Nuss statt Torx)
    g. Auspuffschelle aufschrauben
    f. DPF rausnehmen 36:55
    6.a Reinigung DPF 37:22
    a. Ausbau der Sensoren
    b. Grundreinigung
    c. Welches Reinigungsmittel ist das Richtige? 38:05
    – DPF Cleaner Additive?
    – DPF Reininger im eingebauten Zustand verwenden? 38:18
    – Hausmittel 1 – JA 39:08
    – Hausmittel 2 – JA 40:46
    d. Erste chemische Reinigung
    e. Rußpartikel 46:22
    6.b Reinigung DPF 49:05
    a. Zweite chemische Reinigung
    b. Braune Schlacke? 51:17
    6.c Reinigung DPF 53:35
    a. Trocknen
    6.d Flexrohr erneuern 55:09
    a. Schweißarbeiten
    b. Flexrohr ist eingebaut – 55:32
    6.e DPF lackieren 56:15
    a. Sieht aus wie neu!
  5. #Dieselpartikellter wieder einbauen 59:00
    a. V-Schelle DPF zu Turbo verbinden
    b. Halterungen wieder montieren
    c. Auspuffanlage verbinden
    b. Sensoren anschließen
  6. Motor Start 1:02:57
    a. Motor starten
    b. Fehlerauslesen
  7. OBD Fehler auslesen 1:03:31
    a. INPA
    b. Bosch
    c. EDIABAS Toolset 32
    b. Rheingold
  8. AGR Ventil ausbauen, reinigen und einbauen 1:04:27
    a. DPF ist gereinigt
    b. Dennoch lässt sich der Fehler nicht zurücksetzen
    c. AGR Fehler ;(
    b. #AGR ausbauen
    e. AGR reinigen
    f. Luftschlauch reparieren 1:08:50
    10.b AGR Ventil einbauen 1:09:36
    a. Verschrauben
    b. Kühlerüssigkeit nachfüllen
  9. FRM – Fußraummodul BMW 1:10:51
    a. Batterie abklemmen (Fehler noch da)
    b. Fehler: KOMBI A3C1; A3B4; A559
    c. FRM ausbauen
    d. Seriele Schnittstelle anlöten
    e. FRM eine neue Firmware aufspielen/ ashen
    f. RHEINGOLD – Fehler zurücksetzen
    g. FRM einbauen
  10. Fertig/ Zusammenfassung 1:14:47
    a. DPF
    b. Flexschlauch
    c. AGR
    d. FRM Fehler behoben
    e. keine Fehler mehr
    ▬▬▬▬▬▬ Achtung ▬▬▬▬▬
    Könnte ich das Video nochmals machen würde ich auf einige Punkte genauer eingehen und auch die Qualität
    verbessern 😉
  • DPF Reinigen
  • Öl und Turboschmierung kontrollieren. GGf. auch Öltausch
  • Einspritzdüsen reinigen
  • AGR/ ggf. AGRkühler reinigen
  • Ansaugbrücke kontrollieren/ ggf. reinigen
  • Luftlter reinigen
    Schau dir die Kommentare durch, da wurde schon einiges beantwortet.
    ▬▬▬▬▬▬ Spezial ▬▬▬▬▬
    DPF ist wieder frei
    Fachgerechte Entsorgung
    ▬▬▬▬ ENGLISH Version from Steve B ▬▬▬▬▬
    @Steven B. Tuner and the non damaging dpf cleaning!
    ▬▬▬▬▬▬ Music ▬▬▬▬▬
    GEMA-freie Musik https://www.terrasound.de
    ▬▬▬▬▬▬ Support ▬▬▬▬▬▬
    Werde Mitglied – https://www.youtube.com/c/pfuisi/join . DANKE!
    P.S.: Gib mir dinen Daumen nach oben für das Video und abonniere meinen Kanal (Danke).
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VanFan: Bundestag reagiert! | Reisemobil Stellplätze | Wohnmobil Führerschein für alle!

Hallo liebe Camping Freunde, Link zu den reden im Bundestag über Antrag zum Ausbau der Caravan-Stellplätze https://www.bundestag.de/dokumente/te… Link zum schriftlichen Antrag bzgl. Caravaning-Tourismus fördern https://dserver.bundestag.de/btd/20/0…

  • 2022 Zugelassene Wohnmobile -> 770.000